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Eisblumen und Blütenpracht in Lana und Umgebung

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Apfelplantagen in der Region Lana nach einer frostigen Nacht: Durch Frostschutzberegnung entstehen glitzernde Eisblumen, die die Blüten wie mit Kristall überziehen. (Foto: © IDM/Südtiroler Apfelkonsortium/Patrick Schwienbacher)
Apfelplantagen in der Region Lana nach einer frostigen Nacht: Durch Frostschutzberegnung entstehen glitzernde Eisblumen, die die Blüten wie mit Kristall überziehen. (Foto: © IDM/Südtiroler Apfelkonsortium/Patrick Schwienbacher)

Im Frühling verwandelt sich die Region Lana in Südtirol in ein eindrucksvolles Blütenmeer. Zwischen sanften Hügeln und weiten Obstgärten zeigt sich die Natur von ihrer farbenprächtigsten Seite. Neben der bekannten Apfelblüte sorgt dabei ein besonderes Naturschauspiel für Aufmerksamkeit: Nach frostigen Nächten entstehen durch gezielte Schutzmaßnahmen der Obstbauern glitzernde Eisblumen, die die Blüten in eine funkelnde Kristalllandschaft verwandeln.

Blütenmeer im größten Apfelanbaugebiet Südtirols

Mit rund 1.200 Hektar Apfelplantagen gilt Lana als größte Apfelanbauregion Südtirols. Im Frühjahr stehen hier tausende Bäume gleichzeitig in Blüte. Vor allem die Sorten Golden Delicious, Gala, Fuji und Red Delicious prägen das Landschaftsbild mit ihren typischen rosa-weißen Blüten. Dieses kurze Zeitfenster der Vollblüte zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an, die das Naturschauspiel aus nächster Nähe erleben möchten.

Während geschlossene Knospen noch Temperaturen bis etwa minus vier Grad Celsius überstehen können, reagieren geöffnete Blüten äußerst empfindlich auf Frost. Ohne Schutzmaßnahmen wäre die spätere Ernte stark gefährdet.

Nahaufnahme vereister Apfelblüten in Lana: Die schützende Eisschicht bewahrt die empfindlichen Blüten vor Frost und sorgt zugleich für ein spektakuläres Frühlingsmotiv. (Foto: © IDM/Südtiroler Apfelkonsortium/Patrick Schwienbacher)
Nahaufnahme vereister Apfelblüten in Lana: Die schützende Eisschicht bewahrt die empfindlichen Blüten vor Frost und sorgt zugleich für ein spektakuläres Frühlingsmotiv. (Foto: © IDM/Südtiroler Apfelkonsortium/Patrick Schwienbacher)

Frostschutzberegnung und das Phänomen der Eisblumen

Um die Blüten zu schützen, setzen viele Obstbauern auf die sogenannte Frostschutzberegnung. Dabei wird in den Nacht- und frühen Morgenstunden ein feiner Wassernebel über die Plantagen gesprüht. Das Wasser gefriert auf den Blüten und bildet eine schützende Eisschicht. Durch die dabei entstehende Kristallisationswärme bleibt die Temperatur im Inneren stabil bei rund null Grad Celsius – ausreichend, um die empfindlichen Blüten vor Frostschäden zu bewahren.

Gleichzeitig entsteht ein faszinierender Nebeneffekt: Die überzogenen Blüten und Zweige glitzern im ersten Sonnenlicht wie mit Glas überzogen. Diese Eisblumen verleihen den Obstgärten eine fast märchenhafte Atmosphäre. Ergänzend kommen mancherorts Feuertonnen oder Frostkerzen zwischen den Baumreihen zum Einsatz, die zusätzliche Wärme spenden.

„Lana Blüht“: Frühlingserlebnis zwischen Natur und Genuss

Im April steht die Region ganz im Zeichen der Apfelblüte. Mit der Veranstaltungsreihe „Lana Blüht“ wird das Aufblühen der Obstgärten jedes Jahr besonders gefeiert. Besucher können durch die Plantagen spazieren, an geführten Rundgängen teilnehmen und mehr über Anbau, Sortenvielfalt und Kulturlandschaft erfahren. Regionale Produzenten präsentieren dabei auch typische Produkte und Spezialitäten rund um den Apfel.

So verbindet sich in Lana die Frühlingsnatur mit regionaler Tradition und kulinarischem Genuss: ein stimmiges Gesamterlebnis für alle, die Südtirol im Blütenmonat entdecken möchten.

Weitere Informationen: www.lanaregion.it

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