
Der Seeverkehr in Italien hat deutlich an Dynamik gewonnen, vor allem beim Transport von Passagieren. Das italienische Statistikamt hat jetzt die endgültigen Zahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Solche umfassenden Verkehrsstatistiken erscheinen mit zeitlichem Abstand, da erst alle Hafen- und Bewegungsdaten vollständig ausgewertet werden.
Die Auswertung zeigt: Während der Gütertransport über See weitgehend stabil blieb, ist der Personenverkehr über Fähren und Passagierschiffe gegenüber dem Vorjahr klar gestiegen. Italien behauptet damit seine Spitzenposition im europäischen Vergleich.
Deutlich mehr Menschen per Schiff unterwegs
Im Jahr 2024 wurden in italienischen Häfen rund zwölf Prozent mehr Passagiere gezählt als im Jahr zuvor. Besonders stark ist der Verkehr auf den klassischen Fährstrecken zwischen Festland und Inseln sowie auf kurzen regionalen Verbindungen entlang der Küsten.
Im EU-Vergleich liegt Italien beim maritimen Passagieraufkommen weiterhin auf Platz eins. Ein großer Teil aller per Schiff reisenden Passagiere in der Europäischen Union wird über italienische Häfen abgefertigt. Vor allem süditalienische Standorte mit dichten Kurzstreckenverbindungen erreichen sehr hohe Zahlen. Der Trend unterstreicht die wichtige Rolle des Schiffsverkehrs im italienischen Mobilitätsmix. Nicht nur im Tourismus, sondern auch im Alltagsverkehr zwischen Regionen und Inseln.

Güterverkehr über See bleibt stabil
Anders als der Passagierbereich zeigte sich der maritime Gütertransport 2024 nahezu unverändert. Die umgeschlagenen Warenmengen bewegten sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Damit hält Italien im europäischen Ranking weiterhin eine starke Position und liegt beim Seegüterverkehr auf einem der vorderen Plätze innerhalb der EU.
Zu den wichtigsten Güterhäfen des Landes zählen Triest und Genua. Beide sind zentrale Drehscheiben für Container, Energieimporte und industrielle Lieferketten und konnten ihre Bedeutung im europäischen Vergleich festigen.
Seeverkehr: Mehr Hafenanläufe, dichtere Taktung
Interessant ist auch die Entwicklung bei den Schiffsbewegungen: Die Zahl der unterschiedlichen Schiffe ging leicht zurück, gleichzeitig stieg jedoch die Gesamtzahl der Hafenanläufe. Das spricht für häufigere Umläufe und engere Fahrpläne, insbesondere im Fähr- und Regionalverkehr.
Unterm Strich zeigen die offiziellen Zahlen: Der Personenverkehr auf dem Seeweg wächst deutlich, während der Warentransport konstant bleibt. Fähren und Passagierschiffe bleiben damit ein tragender Bestandteil der italienischen Verkehrsstruktur.





































