
Italien erlebt im Jahr 2025 eine bemerkenswerte Renaissance des Bahnverkehrs. Das Land investiert so intensiv in seine Eisenbahn wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Alte Fahrzeuge verschwinden aus dem Alltag, neue Hochgeschwindigkeitszüge prägen das Fernverkehrsbild, Regionalzüge werden in grosser Zahl ersetzt und die Infrastruktur wird modernisiert. Zugleich entstehen neue Verbindungen, die das Land nicht nur intern stärken, sondern auch auf europäischer Ebene anschlussfähig machen. Fuer Reisende zeigt sich dadurch ein Mobilitätssystem, das sich spürbar veraendert und Bahnfahren verlässlicher und komfortabler macht.
Trenitalia ist der wichtigste Betreiber des öffentlichen Bahnverkehrs in Italien und prägt den Großteil des täglichen Mobilitätsangebots. Das Unternehmen betreibt sowohl die modernen Schnellzüge als auch Intercity Verbindungen und den größten Teil des Regionalverkehrs.
Frecciarossa: Symbol des modernen Reisens
Im Mittelpunkt steht der Frecciarossa, der sich im Jahr 2025 zu einem Symbol des modernen Reisens entwickelt hat. Der neue Frecciarossa 1000, der seit kurzem im Regelbetrieb ist, gilt als technischer Fortschritt und wurde mit Blick auf Energieeffizienz, Umweltaspekte und hohen Komfort entwickelt. Die ersten Einsätze erfolgten zwischen Rom und Neapel. Weitere Linien befinden sich in Vorbereitung. Diese Züge sind leiser, effizienter und technisch so ausgelegt, dass sie auch internationale Verbindungen ermöglichen könnten. Die Innenräume wurden neu gestaltet, die Informationssysteme aktualisiert und der Reisekomfort gesteigert. Dadurch bleibt der Frecciarossa die schnellste und angenehmste Möglichkeit, große italienische Städte miteinander zu verbinden.
Eine bedeutende Rolle behält der Intercity. Diese Züge bedienen Regionen, die nicht am Hochgeschwindigkeitsnetz liegen. Auch sie werden modernisiert und profitieren von technischer Aufrüstung im gesamten Netz. Der Intercity verbindet viele mittelgroße Städte und touristisch relevante Gebiete. Er bleibt für zahlreiche Reisende das verlässliche Bindeglied zwischen Orten, die gut erreichbar sein sollen, jedoch ausserhalb der großen Verkehrsachsen liegen. Der Ausbau neuer Leitsysteme sorgt bereits für mehr Stabilität und Zuverlässigkeit.
Italien erneuert umfassend seine Regionalzüge
Der sichtbarste Wandel vollzieht sich im Regionalverkehr. Italien erneuert derzeit umfassend seine Regionalzüge. Viele neue Fahrzeuge wurden bereits ausgeliefert und das Modernisierungsprogramm wird in den kommenden Jahren fortgeführt. Die neuen Regionalzüge bringen eine völlig andere Reiseerfahrung. Sie bieten klimatisierte Wagen, ruhige Laufeigenschaften, digitale Informationsanzeigen und ein insgesamt höheres Komfortniveau. Diese Modernisierung verbessert den Alltag vieler Pendlerinnen und Pendler sowie Reisender erheblich. Parallel dazu werden Bahnhöfe modernisiert, Bahnsteige barrierefreundlicher gestaltet und das gesamte technische Netz Schritt für Schritt erneuert. Dadurch erhält der Regionalverkehr eine Bedeutung, die weit über reine Zweckmobilität hinausgeht. Er wird zu einem Instrument, mit dem abgelegene Regionen mehr Anschluss erhalten und Mobilität gerechter verteilt wird.

Bahnfahren in Italien ist im Jahr 2025 somit Teil eines weitreichenden Transformationsprozesses. Der Frecciarossa steht fuer Geschwindigkeit und technische Innovation. Der Intercity vermittelt zwischen den grossen Verkehrsadern und den Regionen abseits davon. Die Regionalzüge bilden die soziale Grundlage des täglichen Reisens und erfahren zugleich die umfassendste Modernisierung seit Jahrzehnten. Für Reisende entsteht ein Verkehrssystem, das effizienter, nachhaltiger und inklusiver wird. Wer durch Italien fährt, erlebt nicht nur Landschaften und Städte, sondern auch ein Land, das seine Mobilität neu denkt und weiterentwickelt.
Bahnfahren in Italien: Praktische Tipps
Tickets kaufen Apps Schalter oder Automaten
Reisende können Fahrkarten bequem über digitale Anwendungen erwerben. Die App von Trenitalia ermöglicht schnelle Buchungen für Schnellzüge, Intercity und Regionalzüge. Auch die App des Anbieters Italo bietet denselben Komfort für dessen eigene Schnellzüge. Beide Anwendungen zeigen Verbindungen, Preise und gebuchte Tickets direkt im Smartphone an. Wer lieber am Bahnhof kauft, kann Automaten nutzen oder sich an Fahrkartenschalter wenden. Automaten finden sich in fast allen Bahnhöfen. Zusätzlich gibt es in vielen Stationen Reisebüros und Servicestellen, die persönliche Beratung anbieten.
In vielen Regionalzügen werden digitale QR-Tickets genutzt. Diese Tickets müssen nicht mehr entwertet werden. Sie gelten für die gewählte Verbindung automatisch. Dadurch wird das Reisen unkomplizierter und Fehler bei der Entwertung werden vermieden.
Alles über Sitzplatzreservierungen
In Schnellzügen wie dem Frecciarossa sowie in den Zügen von Italo ist eine Sitzplatzreservierung immer erforderlich. Die Reservierung ist im Ticket automatisch enthalten. Man erhält bei der Buchung eine feste Wagen und Platznummer und weiß bereits vor der Abfahrt, wo man sitzt.
In Regionalzügen gibt es keine Reservierung. Die Plätze sind frei wählbar und werden nach Verfügbarkeit belegt. Zu Zeiten mit hohem Fahrgastaufkommen kann es sein, dass nicht alle Reisenden Sitzplätze finden. Der Regionalverkehr eignet sich dafür besonders gut für spontane Fahrten ohne feste Planung.

Gepäckregeln in italienischen Zügen
Die Gepäckbestimmungen in italienischen Zügen sind unkompliziert. Es gibt keine festen Grenzwerte für Größe oder Gewicht. Gepäck muss lediglich sicher verstaut werden können. Koffer passen in die Ablagen über den Sitzen oder in die vorgesehenen Bereiche am Ende der Wagen. Handgepäck ist immer erlaubt. Auch Kinderwagen und Taschen können problemlos mitgenommen werden, solange sie keine Mitreisenden behindern.
Was Touristen unbedingt wissen sollten
Reisende sollten berücksichtigen, dass es in Italien gelegentlich Streiks im Bahnverkehr gibt. Diese können den Fahrplan beeinflussen. Daher ist es sinnvoll, vor der Abfahrt aktuelle Hinweise abzurufen. Verspätungen treten vor allem im Regionalverkehr häufiger auf. Schnellzüge gelten als zuverlässig. In ländlichen Gebieten oder auf stark befahrenen Abschnitten kann es jedoch zu Verzögerungen kommen. Für Anschlussverbindungen sollte daher ausreichend Zeit eingeplant werden.
Die Barrierefreiheit ist je nach Zug unterschiedlich. Moderne Schnellzüge bieten gute Zugänge und ausreichend Platz für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Regionalzüge befinden sich teilweise noch in der Modernisierung. Daher kann der Zugang dort variieren. Auch die Toiletten variieren im Zustand. In modernen Schnellzügen sind sie in der Regel sauber und gut gewartet. In älteren Regionalzügen kann der Zustand schwanken. Zusammenfassend ist die Nutzung der Bahnangebote in Italien immer eine gute Alternative zum Auto.
Preisbeispiele Bahnfahren in Italien 2025
Rom – Florenz
Schnellzug ab etwa 25 bis 55 Euro
Mailand – Venedig
Schnellzug ab etwa 19 bis 45 Euro
Rom – Neapel
Schnellzug ab etwa 15 bis 40 Euro
Florenz – Pisa
Regionalzug ab etwa 9 bis 14 Euro
Mailand – Como
Regionalzug ab etwa 5 bis 7 Euro
Reisedauer
Rom – Florenz: rund 90 Minuten
Mailand – Neapel: rund vier Stunden
Venedig – Verona: rund eine Stunde
Spar Tipp
Preise sind deutlich niedriger ausserhalb der Hauptzeiten und bei früher Buchung.

































