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Tiefgang mit Geschichte: Tauchen mit „Spiro Sub Diving“ auf Elba

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Rote Gorgonien und klare Sicht vor Punta di Fetovaia auf Elba: Die Steilwände im Süden der Insel zählen zu den eindrucksvollsten Tauchplätzen des Mittelmeers. (Foto: © "Spiro Sub Diving - Elba")
Rote Gorgonien und klare Sicht vor Punta di Fetovaia auf Elba: Die Steilwände im Süden der Insel zählen zu den eindrucksvollsten Tauchplätzen des Mittelmeers. (Foto: © "Spiro Sub Diving - Elba")

Elba ist seit Jahrzehnten ein Fixpunkt für Taucher, die im Mittelmeer mehr suchen als bloßes Urlaubstauchen. Die Insel verbindet gute Sichtweiten, kurze Wege und eine bemerkenswerte Vielfalt an Unterwasserlandschaften. Eine der Tauchschulen, die diesen Ruf wesentlich mitgeprägt haben, ist „Spiro Sub Diving – Elba“ in Marina di Campo. Seit 1974 wird hier getaucht, ausgebildet und geführt mit einem klaren Fokus auf Erfahrung, Kontinuität und persönlicher Betreuung.

Eine Tauchschule mit Geschichte und Profil

„Spiro Sub Diving – Elba“ versteht sich nicht als anonyme Ferienbasis, sondern als langfristiger Ansprechpartner für Taucher unterschiedlichster Erfahrungsstufen. Die Schule ist seit über 50 Jahren fest auf Elba verankert und wird seit 2004 in der heutigen Form betrieben. Diese lange Präsenz zeigt sich vor allem in der Ortskenntnis: Die Tauchplätze sind nicht bloß Koordinaten auf einer Karte, sondern über Jahre erprobte Reviere, deren Besonderheiten und Eigenheiten das Team genau kennt.

Ausgebildet wird nach internationalen Standards, konkret nach PADI- und CMAS-Richtlinien. Das Spektrum reicht vom Schnuppertauchen über klassische Grund- und Aufbaukurse bis hin zu professionellen Ausbildungsstufen. Parallel dazu bietet die Basis sowohl selbstständiges Tauchen als auch geführte Tauchgänge an, je nach Erfahrung, Wunsch und Ziel der Gäste. Im Mittelpunkt steht dabei stets ein ruhiger, strukturierter Ablauf, ohne Zeitdruck, aber mit klaren Sicherheitsstandards.

Ein zentrales Element des Betriebs ist das eigene Tauchboot Marianna. Das zwölf Meter lange, hochseetüchtige Holzschiff wurde 1979 in La Spezia als Fischerboot gebaut und später gezielt für den Taucheinsatz umgerüstet. Diese Bauart ist im Mittelmeer bewährt und erlaubt auch bei wechselnden Bedingungen sichere Ausfahrten. Für die Taucher bedeutet das vor allem Komfort: Die Ausrüstung bleibt an Bord, das Schleppen über Strände oder Hafenanlagen entfällt, und dank Kompressor an Bord sind flexible Tauchpläne möglich.

Punta di Fetovaia: Anspruchsvoller Tauchgang mit Geschichte

Die Marianna ist damit mehr als nur ein Transportmittel. Sie ist Teil des Gesamtkonzepts, das auf entspanntes, gut organisiertes Tauchen setzt und kurze Wege zwischen Basis, Boot und Tauchplatz ermöglicht. Einer der eindrucksvollsten Tauchplätze im Programm von „Spiro Sub Diving – Elba“ liegt an der Punta di Fetovaia. Das Gebiet ist bekannt für ausgedehnte Gorgonienfelder, in denen rote, gelbe und weiße Fächerkorallen den Fels strukturieren. Hinzu kommen regelmäßig anzutreffende Barrakudaschwärme, Zackenbarsche und eine Vielzahl kleinerer Arten, die den Platz auch biologisch interessant machen.

Taucher über dem Flügel einer Ju 52 vor Punta di Fetovaia auf Elba: Das Wrackfragment liegt auf über 40 Metern Tiefe und ist Ziel eines anspruchsvollen Tiefentauchgangs. (Foto: © "Spiro Sub Diving - Elba")
Taucher über dem Flügel einer Ju 52 vor Punta di Fetovaia auf Elba: Das Wrackfragment liegt auf über 40 Metern Tiefe und ist Ziel eines anspruchsvollen Tiefentauchgangs. (Foto: © „Spiro Sub Diving – Elba“)

Für sehr erfahrene Taucher bietet Punta di Fetovaia jedoch ein zusätzliches, ungewöhnliches Detail. Wenige Meter vor dem eigentlichen Riff liegt auf über 40 Metern Tiefe ein Fragment eines Flugzeugflügels einer sogenannten „Tante Ju“ (Junkers 52). Dieses Teilstück wurde vor Jahren von einem Schleppnetzfischer dort abgeladen, nachdem es vom eigentlichen Wrack getrennt worden war. Wo das Hauptwrack liegt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt; vermutet wird eine tiefere Position vor der Küste bei Chiessi. Gerade diese Mischung aus Natur und Luftfahrtgeschichte verleiht dem Tauchgang einen besonderen Charakter.

Tauchen für Einsteiger und Genießer

Der empfohlene Ablauf ist klar auf erfahrene Taucher zugeschnitten. Der Abstieg erfolgt frei im Blauwasser, direkt vom Boot aus, mit dem Ziel, präzise auf das Wrackfragment zu fallen. Die verfügbare Nullzeit ist begrenzt, weshalb ein kontrollierter, zügiger Abstieg und ein ebenso sauber geplanter Aufstieg entscheidend sind. Nach dem kurzen Aufenthalt in der Tiefe führt das Profil langsam ansteigend über das Gorgonienfeld und eine Seegraswiese. Der Sicherheitsstopp findet entlang eines Felshangs statt, der so belebt ist, dass er eher als weiterer Tauchabschnitt denn als Pflichtprogramm wahrgenommen wird.

Punta di Fetovaia ist jedoch keineswegs ausschließlich Tiefen- und Erfahrungstauchern vorbehalten. Vom flacheren Ankerplatz aus lassen sich entspannte Tauchgänge realisieren, die auch für weniger erfahrene Taucher geeignet sind. Die Gorgonien beginnen hier deutlich früher, die Fischdichte ist hoch und gerade im Makrobereich bietet der Platz zahlreiche Motive. Diese Vielseitigkeit ist typisch für viele Tauchplätze rund um Elba und ein wesentlicher Grund, warum die Insel sowohl für Ausbildungs- als auch für Urlaubstauchgänge geschätzt wird.

Naturschutzgebiet Pianosa und geführte Qualität

Ein weiterer Schwerpunkt der Tauchbasis sind Ausfahrten in das streng geschützte Gebiet um Pianosa. Die Tauchgänge werden in kleinen Gruppen durchgeführt und persönlich begleitet. Hier steht nicht die Anzahl der Tauchgänge im Vordergrund, sondern die Qualität des Erlebnisses. Pianosa gilt als eines der fischreichsten Gebiete der Region, und gerade die Kombination aus Schutzstatus und professioneller Führung sorgt für eindrucksvolle Eindrücke.

Begegnung über einer Seegraswiese vor Elba: Die Unterwasserwelt der Insel zeichnet sich durch eine bemerkenswert hohe Artenvielfalt aus. (Foto: © "Spiro Sub Diving - Elba")
Begegnung über einer Seegraswiese vor Elba: Die Unterwasserwelt der Insel zeichnet sich durch eine bemerkenswert hohe Artenvielfalt aus. (Foto: © „Spiro Sub Diving – Elba“)

Die Basis selbst liegt nur etwa 150 Meter vom Sandstrand von Marina di Campo entfernt. In unmittelbarer Umgebung befinden sich Campingplätze, Ferienwohnungen sowie Restaurants und Bars. Diese Lage macht „Spiro Sub Diving – Elba“ besonders attraktiv für Taucher, die ihren Aufenthalt mit einem klassischen Bade- oder Familienurlaub verbinden möchten. Betreut werden Gäste in deutscher, englischer und italienischer Sprache, was die internationale Ausrichtung der Schule unterstreicht.

Die Betreiber von „Spiro Sub Diving – Elba“

Geführt wird das Unternehmen seit 2004 von Volker „Volki“ Kammerer und Katja. Volker Kammerer ist Inhaber und verantwortlicher Leiter der Tauchbasis und seit 1997 als Tauchlehrer und Basisleiter im Tauchsport tätig. Katja ist seit 2005 als Tauchausbilderin aktiv und übernimmt neben der Ausbildung zentrale organisatorische Aufgaben sowie die persönliche Betreuung der Gäste. Gemeinsam stehen sie für ein bewusst familiär geführtes Konzept mit starker persönlicher Präsenz vor Ort, klaren Qualitätsansprüchen und einem nachhaltigen, nicht auf Masse ausgerichteten Tauchbetrieb.

„Spiro Sub Diving – Elba“

Adresse
Via della Foce 27
57034 Marina di Campo (LI)
Insel Elba · Italien

Kontakt
Telefon: +39 338 2689 379
E-Mail: spirosub-volki@elbalink.it

Web
www.spirosub.isoladelba.it

 

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