Start Aktuelles Trevi-Brunnen bringt Rom über 400.000 Euro im ersten Monat ein

Trevi-Brunnen bringt Rom über 400.000 Euro im ersten Monat ein

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Archivfoto aus der Zeit vor Einführung des Ticketsystems: Dichtes Gedränge am Trevi-Brunnen in Rom, seit Februar 2026 ist der Zugang zum Brunnenbecken kostenpflichtig und wird kontrolliert. (Foto: © Bastian Glumm)
Archivfoto aus der Zeit vor Einführung des Ticketsystems: Dichtes Gedränge am Trevi-Brunnen in Rom, seit Februar 2026 ist der Zugang zum Brunnenbecken kostenpflichtig und wird kontrolliert. (Foto: © Bastian Glumm)

Die Eintrittsregelung am Trevi-Brunnen zeigt unmittelbar Wirkung: Im ersten Monat nach Einführung des Zwei-Euro-Tickets hat die Stadt Rom nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA rund 435.000 Euro eingenommen. Damit liegen erstmals konkrete Zahlen zur finanziellen Dimension der Maßnahme vor und sie fallen deutlich aus.

Seit Anfang Februar 2026 wird für den Zugang zum abgesperrten Bereich direkt am Brunnenbecken ein Eintritt von zwei Euro erhoben. Der Zugang zur Piazza bleibt weiterhin kostenfrei, ebenso der Blick auf das Monument. Zahlen müssen ausschließlich Besucherinnen und Besucher ohne Wohnsitz in Rom; Einwohner der Stadt sowie bestimmte befreite Personengruppen sind vom Ticket ausgenommen.

Knapp 230.000 Besucher im ersten Monat

Nach Angaben aus dem Rathaus („Campidoglio“) passierten im ersten Monat knapp 230.000 Menschen den kontrollierten Zugangsbereich am Brunnen. Rund 217.000 davon waren zahlungspflichtig. Auf dieser Basis ergibt sich bei einem Ticketpreis von zwei Euro rechnerisch eine Summe von etwas über 430.000 Euro. Ein Wert, der mit den von der Stadt kommunizierten rund 435.000 Euro korrespondiert.

Die Zahlen geben damit erstmals einen konkreten Einblick in das Einnahmepotenzial des Modells. Selbst bei einem vergleichsweise niedrigen Ticketpreis entsteht innerhalb weniger Wochen ein sechsstelliger Betrag.

Trevi-Brunnen: Einführung zur Besucherlenkung

Eingeführt wurde das Zugangssystem nicht primär als Einnahmeinstrument, sondern als Reaktion auf die dauerhaft extrem hohe Frequentierung des Trevi-Brunnens. In der Vergangenheit kam es regelmäßig zu massiver Überfüllung, Gedränge und erhöhtem Reinigungs- sowie Sicherheitsaufwand. Mit dem neuen System soll der Zugang zeitlich gesteuert und die Besucherzahl im unmittelbaren Brunnenbereich begrenzt werden.

Zugleich fließen die Einnahmen nach Darstellung der Stadt in Pflege, Wartung und Erhalt des barocken Wahrzeichens. Dass nun bereits im ersten Monat rund 435.000 Euro generiert wurden, verleiht der Diskussion um Eintrittsmodelle für stark frequentierte Sehenswürdigkeiten zusätzliche Dynamik.

Hochgerechnet auf ein Jahr würde sich – bei vergleichbarer Besucherfrequenz – ein Einnahmepotenzial im Millionenbereich ergeben, wobei saisonale Schwankungen im Tourismus zu berücksichtigen sind. Der erste Monat liefert jedoch eine klare Kennzahl: Das Zwei-Euro-Ticket entwickelt sich nicht nur zu einem Instrument der Besuchersteuerung, sondern zugleich zu einem relevanten Einnahmefaktor für die Stadt Rom.

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