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Atempause mit Dr. Christoph Glumm: Nach oben schauen

Gastbeitrag
Dr. Christoph Glumm lädt auf Vivere in Italien regelmäßig zu einer kleinen Atempause ein. Seid dabei und lasst für einen Moment den Alltag hinter euch.

Dr. Christoph Glumm lädt auf Vivere in Italien regelmäßig zu einer kleinen Atempause ein. Seid dabei und lasst für einen Moment den Alltag hinter euch.

(Foto: © KI-Visualisierung von Svitlana Glumm)
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Liebe Italien-Freunde,

der Hochsommer ist längst da, in Italien genauso wie in Deutschland. Ganz viel Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Und das ist auch gut so! Aber: Zu viel Hitze ist auch nicht gut, das weiss man in Italien ganz genau. Der Körper leidet, der Geist wird müde. Umso wichtiger sind kleine Auszeiten. Die bietet beispielsweise unser Gastautor Dr. Christoph Glumm, der heute wieder zu einer seiner beliebten Atempausen mit einem kleinen Video einlädt. Manchmal reicht schon eine Minute, um innezuhalten, durchzuatmen und neue Kraft zu tanken. Schaut gerne in das Video von Dr. Christoph Glumm rein. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen wunderschönen Sommerurlaub – vielleicht ja unter der italienischen Sonne.

Nach oben schauen

In Momenten des Lebens, wenn unsere Seele weint, wenn das Leben leblos scheint, wenn uns Sorgen und Ängste bedrücken, dann verhalten wir uns oft so wie der kleine Vogel, der im Frühjahr in unser Wohnzimmer geflogen kam und dort wie wild an der Decke Kreise zog, bis er in dem Bemühen, nach draußen zu gelangen, mit einem lauten Knall gegen das Fenster prallte. Dort haftete er dann dicht an der Scheibe - und damit an seinem Problem -, bis er irgendwann kraftlos zu Boden sank, ich ihn aufheben konnte und ins Freie setzen durfte.

Im ersten Moment dachte ich: „Wie dumm! Er hätte doch einfach nur einige Zentimeter von der Scheibe wegfliegen müssen und dann die offene Tür gesehen.“ Der zweite Gedanke war: „Ich mache es oft genauso!“ Wenn ich in einer Krise feststecke, die Probleme mit mir herumtrage, dann hänge ich, bildlich gesprochen, ebenfalls mit der Nase vor meinem Problem und bemühe mich mit aller Kraft, dort wegzukommen – was mir oftmals nicht gelingt. Dann liege ich, wie der kleine Vogel, irgendwann kraftlos am Boden.

Ich denke, in diesen Momenten ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten, nach links und rechts zu schauen und den Blick nach „oben“, auf Gott, zu richten und frischen Wind ins Leben zu lassen – Gottes frischen Wind –, dadurch neue Ideen zu bekommen, Ruhe und Frieden im Herzen zu finden und neue Freude am Leben zu entdecken, wo Freudlosigkeit zu herrschen scheint!

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