
Buona domenica, liebe Italienfreunde!
Mit der dritten „Atempause“ lädt Dr. Christoph Glumm an diesem Sonntag erneut dazu ein, einen Moment innezuhalten und den Blick bewusst nach innen zu richten. In seiner auf Vivere in Italien regelmäßig erscheinenden Rubrik verbindet der Solinger Arzt und Buchautor persönliche Erfahrungen mit Impulsen für Körper und Seele – ruhig, nah am Leben und mitten aus dem Alltag heraus. Auch diese Atempause ist eine Einladung, das Tempo für einen Augenblick zu verlassen und sich selbst wieder bewusster wahrzunehmen. Nehmt euch die Zeit und lasst dieses kleine Video gerne auf euch wirken!
Nicht alles liegt in meiner Hand
Von Dr. Christoph Glumm
„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Diese Worte schrieb der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr in den 1930er Jahren – in einer Zeit von Wirtschaftskrise, Krieg und gesellschaftlichen Umbrüchen. Es ist ein Gebet für Menschen, die kämpfen. Mit sich selbst. Mit Fehlern. Mit Grenzen.
Später wurden diese Sätze zum Leitspruch der Anonymen Alkoholiker. Als tägliche Überlebenshilfe gingen sie um die Welt. Denn wer kämpft, lernt schnell: Nicht alles liegt in meiner Hand. Aber dort, wo es liegt, beginnt Verantwortung.
Das Gebet macht Mut, schützt vor Selbstüberforderung und hilft, die eigene Kraft sinnvoll zu nutzen.


































