Im Sommer 2026 lässt sich die Küste von Friaul-Julisch Venetien besonders bequem vom Meer aus erkunden. Neue und bestehende Schiffsverbindungen vernetzen die wichtigsten Bade- und Lagunenziele der Region miteinander, von Triest über Grado und Lignano Sabbiadoro bis nach Duino-Aurisina, Sistiana, Muggia, Marano Lagunare und Aquileia.
Damit entsteht entlang der rund 130 Kilometer langen Küstenlinie ein maritimes Mobilitätsangebot, das Besucherinnen und Besucher ohne Stau- und Parkplatzstress zu Stränden, Lagunen, Badeorten, Naturgebieten und Kulturzielen bringt. Auch Fahrräder können auf vielen Verbindungen mitgenommen werden, was die Kombination aus Schiff und Rad besonders attraktiv macht.
Neue Seelinien ab Triest
Zu den bereits bestehenden Verbindungen kommen in dieser Saison neue Direktlinien hinzu. So fahren Schiffe nun auch zwischen Triest und Lignano Sabbiadoro, zwischen Triest und Duino-Aurisina sowie zwischen Triest und Sistiana. Damit wird das Netz entlang der Küste deutlich verdichtet.
Von Triest aus lassen sich per Schiff unter anderem die Bucht von Sistiana, das Schloss Miramare, Schloss Duino und Marina Julia bei Monfalcone erreichen. Richtung Osten führt die Verbindung nach Muggia, dessen venezianisch geprägte Altstadt zu den charmantesten Orten der Region zählt.
Auch die bekannten Badeorte Grado und Lignano Sabbiadoro sind über den Golf von Triest angebunden. Von dort eröffnen sich weitere Möglichkeiten, die Lagunenlandschaften der Region zu entdecken, etwa in Richtung Marano Lagunare oder zur UNESCO-Archäologiestätte Aquileia.
Von Triest nach Barcola, Grignano und Sistiana
Bis zum 4. Oktober bedient der Schiffsservice Delfino Verde einige der bekanntesten Badeorte von Triest. Dazu gehören Barcola mit den berühmten „Topolini“, den charakteristischen Badeplattformen am Meer, sowie Grignano. Vom Pier in Grignano führt eine Promenade direkt zum Schloss Miramare. Dort ist bis zum 1. November die Ausstellung „Una sfinge l’attrae. Maximilian von Habsburg und die ägyptischen Sammlungen zwischen Triest und Wien“ zu sehen.

Der kleine Hafen von Duino zählt zu den malerischsten Orten an der Küste von Friaul-Julisch Venetien und ist Ausgangspunkt für Ausflüge zum Schloss Duino und entlang des Rilke-Wegs.
Ein weiterer Halt ist „Porto Vecchio – Porto Vivo“. Das ehemalige Hafengebiet gehört zu den großen Stadtentwicklungsprojekten Triests und verbindet industrielles Erbe mit neuen öffentlichen Räumen. Ganzjährig besteht außerdem die Möglichkeit, mit dem Schiff von Triest nach Muggia zu fahren.
Sistiana, Duino und Monfalcone
Die Linie Triest – Sistiana – Duino-Aurisina – Monfalcone verkehrt vom 31. Mai bis zum 20. September. Neu ist dabei ein Halt in Duino-Aurisina. Vom Yachthafen aus erreichen Besucherinnen und Besucher Schloss Duino, das derzeit eine Ausstellung mit sieben Installationen aus LEGO®-Steinen zeigt.
Die Werke greifen Persönlichkeiten und Ereignisse aus der Geschichte des Schlosses auf, das seit mehr als 400 Jahren im Besitz der Familie della Torre e Tasso ist. Ebenfalls neu ist die Direktverbindung von Triest zur Bucht von Sistiana. Für Wanderfreunde bietet sich dort auch der Rilke-Weg an, der Duino-Aurisina und Sistiana miteinander verbindet und Teil des Alpe-Adria-Trails ist.
Mit dem Schiff nach Grado und Lignano Sabbiadoro
Bis zum 4. Oktober verbindet die Linie Triest – Grado – Lignano wichtige Badeorte der Region direkt miteinander. Der erste Halt von Triest aus ist Grado. Die Inselstadt setzt neben Strand und Lagune zunehmend auch auf Kultur und Wellness.
Zwei neue Museen widmen sich der Geschichte, Spiritualität und maritimen Identität Grados: das Städtische Museum des Domschatzes und das Nationale Museum für Unterwasserarchäologie der Oberen Adria. Hinzu kommt die Neugestaltung der Meerwasserthermen mit Fitness- und SPA-Bereichen, Schönheitsbehandlungen, Schwimmbädern, Sonnenterrassen, Ruhebereichen und Angeboten wie Kryotherapie.
Weiter geht es mit dem Schiff nach Lignano Sabbiadoro. Der Badeort ist bekannt für seinen acht Kilometer langen Strand und den großen Pinienwald mit mehr als 1,2 Millionen Bäumen. Outdoor-Angebote wie SUP-Yoga, Metabolic Walking, Waldbaden und Nordic Walking im Wasser ergänzen das touristische Profil.

Die Lagune von Grado verbindet Natur, Geschichte und maritime Tradition und lässt sich besonders eindrucksvoll vom Wasser aus entdecken.
Lagunenrouten bis Marano Lagunare und Aquileia
Auch die Motorschiffe Saturno und Santa Maria sind in dieser Saison wieder unterwegs. Sie ermöglichen Fahrten durch Kanäle, Lagunen und traditionelle Fischerlandschaften, unter anderem von Lignano Sabbiadoro nach Grado und weiter nach Marano Lagunare.
Besonders reizvoll ist auch die Verbindung zwischen Grado und Aquileia. Die UNESCO-Stätte lässt sich so auf dem Wasserweg erreichen. Aquileia gehört zu den bedeutendsten archäologischen Orten Norditaliens und verbindet römische Geschichte mit frühchristlichem Kulturerbe.
Boat & Bike: Schiff und Fahrrad kombinieren
Ein wichtiger Bestandteil des Angebots ist die Kombination aus Schifffahrt und Fahrrad. Auf zahlreichen Verbindungen können Fahrräder mit an Bord genommen werden. Gerade in Grado bietet sich das Rad an, um die Umgebung zu erkunden, vom historischen Zentrum über Lagunenwege bis zu internationalen Radstrecken. Der FVG1 Alpe Adria Radweg führt von Grado bis nach Tarvisio. Parallel dazu verläuft der FVG2 Adriabike-Radweg zwischen Küste und Hinterland und verbindet Grado unter anderem mit den Naturschutzgebieten Valle Cavanata und der Isonzo-Mündung – Isola della Cona.
Auch in Lignano Sabbiadoro spielt das Fahrrad eine große Rolle. Rund 75 Kilometer Radwege führen entlang von Lagunenkanälen, Schilfgebieten und Flusslandschaften. Empfehlenswert ist ein Abstecher in das Naturschutzgebiet an der Mündung des Flusses Stella.
Bis zum 1. November verkehrt zudem wieder der Fährdienst X River – Across the River Tagliamento. Er verbindet Lignano Sabbiadoro in wenigen Minuten mit Bibione. Auch hier können Fahrräder mitgenommen werden, eine praktische und landschaftlich reizvolle Möglichkeit, den Tagliamento zu überqueren.

