Die AS Roma steht vor einem wichtigen Schritt in ihrer Vereinsgeschichte. Nach mehr als 70 Jahren im gemeinsamen Stadio Olimpico plant der römische Traditionsverein den Bau eines eigenen Stadions. Italienische Medien berichten, dass der Stadtrat von Rom Mitte März 2026 eine entscheidende Planungsphase für das Projekt genehmigt hat.
Damit rückt der Bau einer neuen Arena im Stadtteil Pietralata deutlich näher. Das Stadion soll künftig die Heimspielstätte der Roma werden und die jahrzehntelange gemeinsame Nutzung des Olimpico mit dem Stadtrivalen Lazio beenden.
Zustimmung für zentrale Planungsphase
Nach Berichten mehrerer italienischer Medien hat die römische Stadtversammlung dem sogenannten „Progetto di Fattibilità Tecnico Economica“ (PFTE) zugestimmt. Dabei handelt es sich um die grundlegende Machbarkeits- und Planungsphase eines Bauprojekts.
Der römische Bürgermeister Roberto Gualtieri bezeichnete die Entscheidung laut italienischen Medien als „giornata storica“, einen historischen Tag für die Stadt und den Verein. Das geplante Stadion soll rund 60.000 Zuschauerplätze umfassen. Besonders groß soll die Curva Sud werden, also der Bereich für die leidenschaftlichsten Roma-Fans.
Abschied vom Stadio Olimpico
Seit 1953 tragen sowohl AS Roma als auch Lazio ihre Heimspiele im Stadio Olimpico aus. Die gemeinsame Nutzung eines großen Stadions durch zwei Rivalen ist im internationalen Fußball eher ungewöhnlich. Mit dem neuen Projekt könnte sich das ändern. In italienischen Medien ist deshalb bereits vom möglichen „addio all’Olimpico“, also vom Abschied vom Olimpico, die Rede.
Nach der Zustimmung zur Planungsphase folgen nun weitere technische Prüfungen und Genehmigungen. Dazu zählen unter anderem archäologische Untersuchungen sowie Infrastrukturfragen rund um den Standort in Pietralata. Sollten alle Verfahren planmäßig verlaufen, könnte der Bau des Stadions frühestens 2027 beginnen. Perspektivisch könnte die Arena auch für internationale Turniere genutzt werden, etwa im Zusammenhang mit der Europameisterschaft 2032, die Italien gemeinsam mit der Türkei ausrichten wird.
Italienische Medien berichten ausführlich
Über die Entscheidung berichteten zahlreiche italienische Medien, darunter La Gazzetta dello Sport, Corriere dello Sport, Eurosport Italia sowie das Roma-nahe Portal ForzaRoma.info. Sie bewerten den Beschluss des Stadtrats als wichtigen Schritt für eines der größten Infrastrukturprojekte im italienischen Fußball.
Für die AS Roma könnte damit langfristig eine neue Ära beginnen – mit einer eigenen Arena in der italienischen Hauptstadt.

