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Abruzzen: Erster Schnee am Gran Sasso und auf der Majella

Am 1. November fiel in den Abruzzen der erste Schnee der Saison mit einer Schneefallgrenze bis auf 900 Meter. (Symbolbild)

Am 1. November fiel in den Abruzzen der erste Schnee der Saison mit einer Schneefallgrenze bis auf 900 Meter. (Symbolbild)

(Foto: © grandeacci - Pixabay)
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Bereits am 1. November 2026, dem Festtag von Allerheiligen, ist in den Abruzzen der erste Schnee der Saison in Italien gefallen. Laut L'Aquila Blog setzten die Niederschläge am späten Vormittag ein, mit einer Schneefallgrenze zunächst zwischen 1.200 und 1.300 Metern. Am Nachmittag sank die Grenze deutlich weiter ab, in einzelnen Sektoren bis auf rund 900 Meter. Betroffen waren vor allem die höheren Lagen des Nationalparks Abruzzen, der Alto Sangro und die Massive Gran Sasso und Majella.

Wo der Schnee gefallen ist

Nach Angaben von abruzzospeciale.it lag die Schneedecke in den Skiorten des Alto Sangro bei fünf bis sechs Zentimetern. Roccaraso, Rivisondoli und Pescocostanzo bekamen damit die erste weiße Schicht der Saison. Auf der Aremogna in 1.600 Metern Höhe waren bis zum Mittag bereits über zehn Zentimeter gemessen worden. Pescasseroli als Zentralort des Nationalparks sah Dächer und Straßen schnell weiß gefärbt. Weitere Orte mit Schneedecke waren Prati di Tivo am Gran Sasso, Passolanciano und das Gebiet der Majelletta. In Campo di Giove reichte die Grenze bei rund 1.000 Metern nur für eine leichte Decke. Webcams zeigten weiße Flächen unter anderem bei Passo Godi, den Tre Caciare in den Monti Gemelli und an Campo Imperatore.

Temperaturen und Wetterlage

Die Wetterstationen meldeten am Morgen des 1. November einstellige Minusgrade in den Gipfelbereichen. Das Rifugio Franchetti am Gran Sasso registrierte minus 6,9 Grad, das Rifugio Capanna di Sevice minus 4 Grad, der Botanische Garten am Campo Imperatore minus 4,7 Grad und der Blockhaus auf der Majelletta minus 3,7 Grad. Ursache des Wettersturzes war nach übereinstimmenden Primärquellen ein arktisch-maritimes Tiefdruckgebiet, das vom unteren Tyrrhenischen Meer in Richtung Ionisches Meer zog. Die Binnengebiete der Region lagen zum Teil im Windschatten einer nordöstlichen Strömung und blieben trocken, während an der Adriaseite der Apenninkämme kräftige Schneeschauer durchzogen. Am 2. November dauerte der Schneefall mit reduzierter Intensität vor allem in den östlichen und südlichen Gebirgszügen an, in den Tälern überwog Regen.

Zwei Wochen früher als erwartet

Der Wintereinbruch kam ungewöhnlich früh. In einem Beitrag von heute in Europa stufte das ZDF den Zeitpunkt des ersten Schnees als rund zwei Wochen früher als in einem durchschnittlichen Jahr ein. Für die Tourismusbetreiber im Alto Sangro ist das ein willkommenes Signal, wie Il Trafiletto aus dem Teramano meldet. Die Hoffnung auf eine gute Saison bis zur Öffnung der Skilifte im Dezember ist entsprechend groß. Die Meteorologen hatten den Schneefall in ihren Vorhersagen angekündigt, die Intensität und das Herabsinken der Schneefallgrenze gingen jedoch über die mittleren Erwartungen für Anfang November hinaus.

Was der Schnee für die Skisaison bedeutet

Die Skilifte in den abruzzesischen Wintersportgebieten öffnen traditionell erst im Dezember, trotz des frühen Schneefalls. Dolomiti Superski in den Dolomiten startet laut italiaoggi.it am 29. November, die abruzzesischen Gebiete folgen eine bis zwei Wochen später. Der frühe Schnee legt eine kompakte Grundschicht an, die für den Aufbau der Pistenpräparation hilft. Auf die Skipass-Preise 2026/27 hat der Zeitpunkt des ersten Schnees keinen Einfluss. Die Abruzzen verfügen mit rund 500 Kilometern Pisten in 23 Skigebieten über das größte Wintersportangebot Mittelitaliens, mit den bekanntesten Stationen in Roccaraso-Rivisondoli-Pescocostanzo, Ovindoli, Campo Imperatore und Campo Felice.

Praktisches zur Anreise

Für Autofahrer gilt ab dem 15. November auf zahlreichen italienischen Autobahnen und Regionalstraßen die Winterreifenpflicht oder das Mitführen von Schneeketten, nachgewiesen durch das Dokument der Polizia di Stato. Die abruzzesischen Autobahnabschnitte A14 Adriatica und A24 L'Aquila-Rom fallen unter diese Regelung. Als Reifen gelten solche mit M+S-Kennzeichnung oder dem 3PMSF-Symbol, Schneeketten müssen passend zur Reifendimension mitgeführt werden. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder zwischen 41 und 335 Euro. Wer mit der Bahn anreist, erreicht die Wintersportgebiete über die Ferrovia dei Parchi von Sulmona über Rivisondoli-Pescocostanzo bis nach Carpinone im Molise, mit Zwischenstopps auf über 1.200 Metern Höhe.

Ausblick auf die kommenden Tage

Die aktuelle Allerta-Meteo-Lage des Dipartimento della Protezione Civile meldet für die Abruzzen am 7. und 8. November keine Warnungen, wie das offizielle Bollettino di Criticità ausweist. Die Wetterlage beruhigt sich nach dem Vortice polare der vergangenen Tage. Ob und wann die nächste Schneewelle folgt, ist nach derzeitiger Prognose offen. Für die Skisaison 2026/27 ist der Auftakt ein starkes Signal, auch wenn bis zur regulären Liftöffnung im Dezember noch mehrere Niederschlagsereignisse nötig sind, um die Pisten komplett aufzubauen.

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