Vivere in Italien

Bis zu 3.000 Euro für die Saison: Ausgebuchte Strandplätze in Portonovo

Redaktion
Strand von Portonovo: Entlang der Bucht am Monte Conero ist das Platzangebot begrenzt, viele Saisonplätze sind früh vergeben.

Strand von Portonovo: Entlang der Bucht am Monte Conero ist das Platzangebot begrenzt, viele Saisonplätze sind früh vergeben.

(Foto: © Luca - stock.adobe.com)
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In der Bucht von Portonovo an der Adriaküste sind die saisonalen Sonnenschirme bereits vollständig vergeben – und das noch vor dem offiziellen Start der Badesaison. Wie die italienische Tageszeitung Corriere Adriatico berichtet, hat die Nachfrage ein Niveau erreicht, das manche Betreiber vor Ort überrascht.

Saisonplätze längst vergeben

Im Bericht ist von einer regelrechten „febbre da baia“, einem Ansturm auf die Bucht, die Rede. Viele Beachclubs haben ihre saisonalen Plätze schon seit Wochen vergeben, teilweise sogar deutlich früher als in den vergangenen Jahren. Verantwortlich dafür ist vor allem die hohe Zahl an Stammgästen, die ihre Sonnenschirme Jahr für Jahr erneut reservieren und damit den verfügbaren Bestand praktisch blockieren.

Neue Gäste haben es entsprechend schwer: Wer keinen festen Platz hat oder nicht frühzeitig reserviert, findet für die gesamte Saison in vielen Fällen keine Möglichkeit mehr, einen Sonnenschirm zu mieten.

Preise steigen auf Premium-Niveau

Mit der hohen Nachfrage steigen auch die Preise deutlich. Wie Corriere Adriatico weiter berichtet, werden für einen saisonalen Sonnenschirm mit Liegen in Top-Lage bis zu 3.000 Euro verlangt. Dabei handelt es sich um die begehrtesten Plätze in unmittelbarer Wassernähe, die über mehrere Monate hinweg genutzt werden können.

Auch für Tagesgäste bleibt der Aufenthalt kostenintensiv. Je nach Abschnitt und Ausstattung liegen die Preise in der Hochsaison bei rund 50 bis 55 Euro pro Tag für einen Sonnenschirm mit zwei Liegen. Damit bewegt sich Portonovo im oberen Segment italienischer Badeorte, ohne jedoch flächendeckend diese Höchstpreise zu erreichen.

Begrenzter Raum als entscheidender Faktor

Ein zentraler Grund für diese Entwicklung liegt in der besonderen geografischen Lage der Bucht. Portonovo ist Teil des Naturgebiets rund um den Monte Conero und verfügt nur über eine begrenzte Anzahl an Strandabschnitten, die überhaupt bewirtschaftet werden dürfen. Diese natürliche Begrenzung trifft auf eine konstant hohe Nachfrage, die sich in den vergangenen Jahren weiter verstärkt hat.

Die Betreiber der Strandbäder setzen daher zunehmend auf feste Kundenstrukturen. Saisonplätze werden bevorzugt an bekannte Gäste vergeben, während spontane Buchungen oder kurzfristige Entscheidungen kaum noch möglich sind.

Exklusivität als Geschäftsmodell

Die Entwicklung in Portonovo steht exemplarisch für eine zunehmende Differenzierung an Italiens Küsten. Während viele Strände weiterhin erschwinglich bleiben, etablieren sich einzelne Abschnitte bewusst im Premiumsegment, in dem Lage, Service und Verfügbarkeit den Preis bestimmen.

Der Bericht des Corriere Adriatico zeigt dabei deutlich, dass es weniger um eine flächendeckende Verteuerung geht, sondern um punktuelle Hotspots, in denen Nachfrage und begrenztes Angebot besonders stark aufeinandertreffen.


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