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Von Innsbruck nach Capri: Cecilia Barbara Walch führt seit 30 Jahren durch die Insel

Bastian Glumm
Cecilia Barbara Walch erklärt Gästen ein Fresko in Kampanien: Kunstgeschichte und Ikonografie gehören zu den Fortbildungsschwerpunkten der Fremdenführerin.

Cecilia Barbara Walch erklärt Gästen ein Fresko in Kampanien: Kunstgeschichte und Ikonografie gehören zu den Fortbildungsschwerpunkten der Fremdenführerin.

(Foto: © Capri Travel Guide, mit KI leicht nachbearbeitet)
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Capri ist eine Insel, die sich schnell erschließt und langsam offenbart. Zwischen der Blauen Grotte, den Gärten des Augustus und der Villa San Michele lässt sich in wenigen Stunden ein Eindruck sammeln, doch die eigentliche Tiefe der Insel liegt jenseits davon: in ihrer griechisch-römischen Vergangenheit, in den botanischen Besonderheiten der mediterranen Macchia, im Zusammenspiel von Neapel, Anacapri und den Faraglioni. Wer dieses zweite Capri erleben möchte, findet in Cecilia Barbara Walch eine Wegbegleiterin, die die Insel seit über drei Jahrzehnten kennt und sie über Capri Travel Guide mit einem deutschsprachigen Team von staatlich geprüften Fremdenführern erschließt.

30 Jahre Insel-Alltag

Cecilia Barbara Walch wurde in Innsbruck geboren und lebt seit 1994 auf Capri. Ihre staatliche Lizenz als Fremdenführerin für Kampanien führt sie seit 1999, und sie hat sie in den vergangenen Jahren durch eine ungewöhnliche Bandbreite an Fortbildungen ergänzt: Archäologie und Kunstgeschichte, antikes Pompeji, Geodynamik und Vulkanologie in Kampanien, Renaissance-Malerei am Museo Capodimonte, die Stadtentwicklung Neapels bis ins 19. Jahrhundert, dazu eine C2-Zertifizierung in Englisch und zuletzt eine Auszeichnung für Botanik in den Klostergärten von Neapel.

Was auf den ersten Blick wie eine akademische Anhäufung wirkt, hat einen praktischen Kern. Eine Führung, die sich zwischen Geschichte und Gegenwart bewegen, dabei den Vesuv erklären und einen antiken Fresken-Zyklus einordnen kann, braucht mehr als eine Lizenz. Sie braucht Kontinuität, und die zeigt sich bei Cecilia in einer Fortbildung nach der anderen.

Führungen nach Maß

Statt eines starren Ablaufs stimmen Cecilia und ihr Team jeden Ausflug auf Interessen, Kondition und Reisezeit der Gäste ab. Der Fokus liegt dabei auf Kultur und Geschichte, das Format bleibt beweglich. Klassische Tagesführungen über beide Seiten der Insel führen von der Piazzetta über die Gärten des Augustus hinauf nach Anacapri, mit einem Halt an der Villa San Michele des schwedischen Arztes und Schriftstellers Axel Munthe und einer Fahrt mit dem Sessellift auf den Monte Solaro. Wer die Insel thematisch entdecken möchte, findet Formate zu Botanik, Religion, Caravaggio oder unter dem Titel „Mystisches Neapel" auch eine Perspektive auf die Region jenseits ihrer touristischen Klischees.

Zwischen dampfenden Fumarolen der Phlegräischen Felder: Vulkanologie ist einer der Themenschwerpunkte, die Cecilia Barbara Walch in ihren Führungen durch Kampanien behandelt.

Zwischen dampfenden Fumarolen der Phlegräischen Felder: Vulkanologie ist einer der Themenschwerpunkte, die Cecilia Barbara Walch in ihren Führungen durch Kampanien behandelt.

(Foto: © Capri Travel Guide, mit KI leicht nachbearbeitet)

Auch das Transportmittel bleibt eine Wahl. Bus, Cabriolet-Taxi oder eine Bootsfahrt entlang der Küste, je nach Wetter, Gruppengröße und Vorliebe. Immer wieder tauchen dabei Details auf, die eine Standardtour übersieht: der Majolika-Boden der Kirche San Michele in Anacapri, die Geschichte des deutschen Malers August Kopisch, der 1826 den Zugang zur Blauen Grotte wiederentdeckte, oder die Rolle Capris als Rückzugsort Kaiser Tiberius', dessen Palast Villa Jovis heute als Ruine oberhalb des Meeres liegt.

Zu Fuß und vom Wasser

Wer aktiv unterwegs sein möchte, findet ein ausgearbeitetes Programm an Wanderrouten. In Capri führt der Pizzo Lungo an Arco Naturale und Grotta Matermania vorbei bis nach Punta Tragara, der anspruchsvolle Passetiello steigt vom Ortskern hinauf durch den Pinienwald bis zum Monte Solaro. Auf der Anacapri-Seite laufen Touren wie der Fortini-Weg entlang der historischen Wachanlagen zwischen Leuchtturm und Blauer Grotte, oder die Route Anacapri-Migliera-Faro mit dem zweitgrößten italienischen Leuchtturm als Ziel.

Vom Wasser aus zeigt sich Capri noch einmal anders. Eine Inselrundfahrt, ob privat oder mit einer öffentlichen Ausflugsfahrt, öffnet die Tropfsteingrotten, führt an den Faraglioni-Felsen entlang und macht die Blaue Grotte zugänglich, sobald es die See erlaubt. In Kombination mit einer Führung an Land entsteht so ein Tag, an dem Capri von mehreren Seiten sichtbar wird, ohne dass die einzelnen Stationen zur Pflicht werden.

Cecilia Barbara Walch mit einer Gruppe in den Ausgrabungen von Pompeji: Die staatlich geprüfte Fremdenführerin bietet auch kindgerechte Formate an, in denen die Antike als „Zeitreise" erlebbar wird.

Cecilia Barbara Walch mit einer Gruppe in den Ausgrabungen von Pompeji: Die staatlich geprüfte Fremdenführerin bietet auch kindgerechte Formate an, in denen die Antike als „Zeitreise" erlebbar wird.

(Foto: © Capri Travel Guide, mit KI leicht nachbearbeitet)

Nicht nur Capri: Kampanien im Blick

Das Angebot reicht weit über die Insel hinaus. Zum Portfolio gehören Führungen durch Neapel mit Fokus auf Museen und Geschichte, archäologische Tagestouren nach Pompeji und Herculaneum, Wanderungen auf den Vesuv, Ausflüge an die Amalfiküste und Besuche der Reggia di Caserta mit ihrem monumentalen Park. Für Familien gibt es kindgerechte Pompeji-Führungen als „Zeitreise in die Antike", für Gäste mit eingeschränkter Mobilität rollstuhlgerechte Touren mit passenden Transfers.

Diese regionale Breite ist mehr als eine Zusatzoption. Capri ergibt kulturhistorisch erst im Zusammenspiel mit dem Golf von Neapel Sinn, ihre Küche steht in der Tradition von Amalfi, Sorrent und der Bucht selbst, und Klassiker wie der Caprese di Bufala mit DOP-Mozzarella haben genau hier ihren Ursprung. Wer die Insel isoliert betrachtet, verpasst diese Zusammenhänge.

Ein Team mit deutscher Muttersprache

Um Cecilia hat sich über die Jahre ein Team aus überwiegend deutschsprachigen, in Kampanien lebenden Fremdenführern gebildet. Alle sind staatlich geprüft, im Verzeichnis des italienischen Tourismusministeriums registriert und im nationalen Verband ANGT organisiert. Je nach Thema, Region und Wunsch der Gäste wird der passende Guide eingesetzt, abgeholt wird direkt am Hotel oder am Kreuzfahrtterminal. Dazu kommen Serviceleistungen, die für einen Kurzaufenthalt in einer fremden Region entlastend sein können: Transportvermittlung, Beratung zu Öffnungszeiten von Museen und Grabungen, Unterkunftstipps in unterschiedlichen Kategorien und die Organisation von Kongress- oder Firmenreisen.


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