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Dürre-Rekord Italien 2026: Sardinien 53 Tage ohne Regen

Redaktion
Nach ISTAT-Daten verzeichnete Sardinien 2026 bis zu 53 aufeinanderfolgende Tage ohne Regen, den höchsten Wert in ganz Italien. Der nationale Hitzewellen-Dauerindex liegt bei 75 Tagen und markiert einen neuen Rekord seit Beginn der Messreihe 1991.

Nach ISTAT-Daten verzeichnete Sardinien 2026 bis zu 53 aufeinanderfolgende Tage ohne Regen, den höchsten Wert in ganz Italien. Der nationale Hitzewellen-Dauerindex liegt bei 75 Tagen und markiert einen neuen Rekord seit Beginn der Messreihe 1991.

(Foto: © daeron - Pixabay)
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Die italienische Insel Sardinien verzeichnet nach ISTAT-Daten für 2026 bis zu 53 aufeinanderfolgende Tage ohne Regen, den höchsten Wert in ganz Italien. Sizilien folgt mit 41 Tagen. Vom 1. Januar bis zum 15. September 2026 kam Italien zudem auf 75 Tage mit Hitzewellenbedingungen und übertraf damit den bisherigen Rekord von 59 Tagen aus dem Jahr 2003.

Hitzewellen-Dauerindex 2026: höchster Wert seit 1991

Der Dauerindex misst nach dem ISTAT-Jahresbericht die Zahl der Tage mit Hitzewellenbedingungen in diesem Beobachtungsfenster. Er steigt 2026 um 38 Tage über den Vergleichswert 2025 und markiert den höchsten Stand seit Beginn der Messreihe 1991. Auf den beiden italienischen Inseln blieb die durchschnittliche Trockenperiode in den Vorjahren deutlich niedriger: 23 Tage ohne Regen 2024 und 18 Tage 2025. Mit 53 Tagen liegt Sardinien 2026 damit bei mehr als dem Zweieinhalbfachen des Zweijahresdurchschnitts beider Inseln. Bereits der Hitzesommer 2026 hatte Italien mit mehreren Wellen erfasst, Anfang August standen 25 von 27 Monitoring-Städten im höchsten Warnbereich bollino rosso.

Stauseen bei 61 Prozent, kritische Teilsysteme unter 25

Die sardischen Stauseen enthielten nach L'Unione Sarda zum 30. September 2026 rund 1,13 Milliarden Kubikmeter Wasser, was 61,08 Prozent der genehmigten Kapazität entspricht. Gegenüber August 2026 (66,55 Prozent) sank der Füllstand um gut fünf Prozentpunkte; der regionale Indikator von 0,46 löst Voralarm aus. Besonders tief liegen drei Teilsysteme: Posada mit 9,43 Prozent, Cedrino mit 17,68 Prozent und Alto Cixerri mit 24,80 Prozent. Auch Ogliastra fällt mit 38,17 Prozent in diesen Bereich. Im Nordwesten liegt der Füllstand bei 47,61 Prozent und markiert den Alarmbereich. Im Vorjahresvergleich bleibt die Gesamtlage dennoch deutlich besser als 2025, als die Füllung Ende September bei 38,76 Prozent lag und die Gesamtmenge nur 716 Millionen Kubikmeter betrug.

Hochdruck hält, keine Besserung bis Monatsende

Nach Meteo.it hält der Hochdruck über Italien bis zum Monatsende an, mit kaum nennenswerten Niederschlägen in den beiden südlichen Inselregionen. Die Höchstwerte liegen auf Sardinien und Sizilien bei 23 bis 24 Grad; in den kalten Morgenstunden bilden sich im Centro-Nord Nebel. Die Nullgradgrenze über den Alpen steigt am Dienstag temporär bis in 4000 Meter Höhe. Nach dem Abzug der Störung Boelo nach Griechenland rückt die nächste atlantische Front frühestens Anfang November näher; danach setzen sich östliche Strömungen durch, die die Temperaturen wieder senken. Die aktuellen Warnungen für die einzelnen Regionen werden fortlaufend aktualisiert.

Langfristtrend: Carbonia Schlusslicht im Klimaranking

Dass Sardinien und Sizilien besonders von Dürre betroffen sind, zeigt auch der Indice del clima 2026 der Zeitung Il Sole 24 Ore: Die Stadt Carbonia im Süden Sardiniens belegt in dem Ranking von 108 italienischen Provinzhauptstädten den letzten Platz. Die Methodik stützt sich auf 15 Klimaindikatoren im Zeitraum 2015 bis 2025 und auf Daten von 3bmeteo. Innerhalb Sardiniens erreicht Cagliari Platz 25 mit 727 von 1000 Punkten, Nuoro folgt auf Platz 42 (659), Sassari auf 64 (564) und Olbia auf 74 (527). Die Provinz Sud Sardegna liegt mit 57 Punkten auf Platz 105.

Bereits im Dezember 2025 dokumentierten Copernicus-Satellitenbilder für den zentralsardischen Lago Omodeo einen Volumenverlust von 162 Millionen Kubikmetern gegenüber 2023. Drei Sentinel-2-Aufnahmen vom 19. Dezember 2023, 16. Dezember 2024 und 11. Dezember 2025 belegen den Verlauf: Die Füllmenge sank von 349 Millionen Kubikmetern (83,3 Prozent) binnen zwei Jahren auf 187 Millionen Kubikmeter, was unter 45 Prozent der Kapazität entspricht. Der Omodeo-Stausee am Tirso ist der größte künstliche Wasserspeicher der Insel; frühere Niedrigwasserphasen legten versunkene Strukturen auf dem Seegrund frei.

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