
Ein wichtiger Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Süditalien ist abgeschlossen: Bei der Stadt Maddaloni wurde eine neue Autobahnanschlussstelle an der Autostrada A30 Caserta–Salerno eröffnet. Die Infrastruktur soll künftig den Verkehr rund um eine der größten Logistikplattformen Europas deutlich entlasten und die regionale Wirtschaft stärken.
Direkte Anbindung für wichtigen Logistikstandort
Der neue Anschluss befindet sich bei Kilometer 4+100 der Autobahn und verbindet den Verkehr erstmals direkt mit dem Logistikzentrum Interporto Sud Europa. Das Projekt wurde von Autostrade per l’Italia umgesetzt, mit Unterstützung des Logistikzentrums sowie der Stadt Maddaloni.
Die neue Infrastruktur ist Teil eines umfassenden Ausbaus der regionalen Verkehrsanbindung. Ziel ist es, die Logistikplattform effizient mit dem Autobahnnetz zu verbinden und gleichzeitig die lokale Straßeninfrastruktur zu entlasten. Besonders die Staatsstraße 265 soll künftig deutlich weniger vom Schwerverkehr belastet werden.
Rund 30.000 Fahrzeuge pro Tag erwartet
Nach der vollständigen Inbetriebnahme rechnen die Betreiber mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen von etwa 30.000 Fahrzeugen täglich. Durch die neue Verkehrsführung können schwere und leichte Fahrzeuge künftig besser getrennt werden, wodurch sich der Verkehrsfluss verbessert.

Nach Angaben der Betreiber lassen sich dadurch jährlich rund eine Million Stunden Fahrzeit einsparen. Für einzelne Verkehrsteilnehmer kann das im Durchschnitt eine Zeitersparnis von bis zu zehn Minuten bedeuten. Sowohl auf dem Weg in die Stadt als auch zum Logistikzentrum.
Große Bauleistung und komplexe Technik
Die Bauarbeiten umfassten insgesamt rund 140.000 Arbeitsstunden und wurden laut Betreiber ohne Arbeitsunfälle abgeschlossen. Zu den technisch anspruchsvollsten Elementen gehörte ein neues Überführungsbauwerk aus drei großen Stahlsegmenten. Das mittlere Element wiegt rund 170 Tonnen, die beiden seitlichen jeweils etwa 50 Tonnen.
Auch die neue Mautstation wurde großzügig dimensioniert. Sie verfügt über fünf Ausfahrspuren und drei Einfahrspuren und ist insgesamt mehr als 38 Meter breit. Im Verlauf der Bauarbeiten wurden rund 175.000 Kubikmeter Material bewegt, etwa 37.000 Quadratmeter Asphalt verlegt sowie fast 49.000 Meter Kabel aus Kupfer und Glasfaser installiert. Zusätzlich wurden rund 5.000 Meter neue Sicherheitsbarrieren errichtet.
Umweltmaßnahmen bereits vor Baubeginn
Bereits vor Beginn der Bauarbeiten wurden umfangreiche Umweltmaßnahmen vorbereitet. Dabei standen insbesondere der Schutz von Fauna und Vegetation, Lärmschutz sowie Luft- und Wasserqualität im Mittelpunkt. Zur ökologischen Einbindung der neuen Infrastruktur wurden unter anderem neue Baumreihen und heimische Pflanzenarten in den angrenzenden Bereichen gepflanzt, um das natürliche Umfeld aufzuwerten. An der offiziellen Eröffnung nahmen mehrere hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil. Dazu gehörten unter anderem Italiens Infrastrukturminister Matteo Salvini, Vertreter der Region Kampanien sowie lokale Behörden.
Der Geschäftsführer von Autostrade per l’Italia, Arrigo Giana, betonte bei der Einweihung die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Infrastruktur. Sie verbessere nicht nur die Verbindungen zu Industriegebieten und wichtigen Märkten, sondern könne auch neue Investitionen sowie zusätzliche Arbeitsplätze in der Region ermöglichen. Seiner Einschätzung nach sei das Projekt daher weit mehr als nur ein Straßenbauvorhaben, vielmehr ein wichtiger Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Gebiets.



































