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Von Genua bis Neapel: Streiks in Italien im Oktober

Redaktion
Im Oktober 2026 stehen in Italien mehr als ein Dutzend Streiktermine im offiziellen Register des Verkehrsministeriums MIT. Betroffen sind Bahn, Flugverkehr und Nahverkehr in mehreren Regionen. Die wichtigsten Termine liegen am 2., 14., 16. und 30. Oktober. (Symbolfoto)

Im Oktober 2026 stehen in Italien mehr als ein Dutzend Streiktermine im offiziellen Register des Verkehrsministeriums MIT. Betroffen sind Bahn, Flugverkehr und Nahverkehr in mehreren Regionen. Die wichtigsten Termine liegen am 2., 14., 16. und 30. Oktober. (Symbolfoto)

(Foto: © garten-gg - Pixabay)
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Nach dem streikreichen September stehen in Italien auch im Oktober zahlreiche Streiktermine an. Das Osservatorio sui conflitti sindacali des italienischen Verkehrsministeriums MIT führt für den Oktober aktuell mehr als ein Dutzend Streiks in seinem offiziellen Register, verteilt über den gesamten Zeitraum. Betroffen sind der Bahnverkehr, der Flugverkehr und der öffentliche Nahverkehr in mehreren Regionen und Städten. Die wichtigsten Termine liegen am 2. Oktober, am 14. Oktober in der Toskana, am 16. Oktober im Flugverkehr und am 30. Oktober als nationaler Generalstreik.

Nationale Termine: 2., 16. und 30. Oktober

Den Auftakt macht Freitag, der 2. Oktober, mit einem plurisektoralen nationalen Streik der Gewerkschaft CSLE. Für den Bahnverkehr ist eine dreistündige Arbeitsniederlegung von 11.00 bis 14.00 Uhr angekündigt, dazu kommen Aktionen im Seeverkehr. Ausgenommen bleibt das Personal von FS Security in Sizilien.

Am Freitag, dem 16. Oktober, folgt ein 24-Stunden-Streik des Kabinenpersonals der Fluggesellschaft easyJet in Italien, ausgerufen von USB Lavoro Privato. Zeitfenster: von 0.00 bis 23.59 Uhr. Parallel legen das Sicherheitspersonal am Flughafen Venedig Marco Polo (Sicuritalia IVRI) sowie in Neapel das Personal der EAV für vier Stunden zwischen 19.30 und 23.30 Uhr die Arbeit nieder.

Den Monat beschließt am Freitag, dem 30. Oktober, ein nationaler Generalstreik von 24 Stunden, ausgerufen von der Basisgewerkschaft USI-CIT. Nach dem aktuell veröffentlichten MIT-Register sind die zentralen Verkehrssektoren von diesem Ausstand ausgenommen, sodass die unmittelbaren Reiseauswirkungen begrenzt bleiben dürften.

Regionale Streiks in Nahverkehr und Bahn

Über den Oktober verteilt stehen mehrere regionale und lokale Streiks im öffentlichen Nahverkehr. Bereits am Samstag, dem 3. Oktober, legt das Personal von AMT Genua für 24 Stunden Busse, Metro und Straßenbahnen der ligurischen Hauptstadt still. Es folgen am Freitag, dem 9. Oktober, ein 24-Stunden-Ausstand bei ATM in Mailand, am 10. Oktober die Tramvia Firenze und die Autolinee Toscane im Raum Florenz, am 15. Oktober die ATAF in Foggia.

Im Bahnbereich stehen ergänzend zum 2. Oktober zwei regionale Ausstände in Sizilien an: 8. Oktober (FS Security, 24 Stunden) und 12. bis 13. Oktober (RFI Infrastrutture Sicilia/DOIT Palermo, von 21.01 Uhr Montag bis 21.00 Uhr Dienstag).

Toskana am 14. Oktober: Regionaler Generalstreik

Ein besonderer Termin ist der Mittwoch, 14. Oktober, mit einem regionalen Generalstreik in der gesamten Toskana, ausgerufen von der Gewerkschaft CGIL. Der Ausstand richtet sich an Beschäftigte im öffentlichen und privaten Sektor. Für den Bahnverkehr in der Region ist eine Arbeitsniederlegung von 9.01 bis 17.00 Uhr angekündigt, der Flugverkehr bleibt nach der aktuellen Streikanmeldung ausgenommen.

Was Reisende beachten sollten

Für alle nationalen Bahn-Streiks gelten in Italien gesetzlich vorgeschriebene fasce di garanzia, in denen ein Grundangebot an Zügen aufrechterhalten werden muss. Diese Garantie-Zeitfenster liegen üblicherweise zwischen 6.00 und 9.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 21.00 Uhr. Details zu einzelnen betroffenen Zugverbindungen kündigen Trenitalia und die anderen Bahn-Anbieter jeweils am Vortag konkret an.

Für Reisende, die ihre Route über einen der genannten Streiktermine legen, empfiehlt sich der Blick auf das offizielle Osservatorio des MIT, das täglich aktualisiert wird und auch kurzfristige Verschiebungen oder Widerrufe verzeichnet. Wie sich vergleichbare Ausstände auf den Reisebetrieb auswirken, zeigten der 24-stündige Bahn-Streik am 7. und 8. September und der Flug-Streik am 13. September.

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